Themenreihe „Mut“ im Haus der Ev. Kirche
Evangelischer Kirchenkreis An der Ruhr lädt ein
Zu einer Reihe von Abenden rund um das Thema „Mut“ lädt der Kirchenkreis An der Ruhr im Frühjahr 2026 in seine Veranstaltungsräume im Haus der Evangelischen Kirche (Altenhof) an der Althofstraße 9 ein. Die Abende versprechen unter anderem erfrischende Blicke auf die Kirche (mit dem Duo DioMio aus Krefeld und Pastor Jonas Goebel aus Hamburg) mit dem Mut, bekannten Perspektiven gegen den Strich zu bürsten. Ernstere Aspekte tragen weitere Veranstaltungen bei zum Beispiel mit Autorin Gilda Sahebi, die sich gegen soziale Polarisierung einsetzt oder mit Natascha Sagorski, die mit Ausdauer und Rückgrat per Petition einen politischen Erfolg durchsetzte: das Recht auf Mutterschutz nach einer stillen Geburt.
Alle Abende werden unterstützt durch die Buchhandlung Hilberath & Lange, die mit einem Büchertisch präsent sein wird. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Es besteht die Möglichkeit, für einen diakonischen Zweck zu spenden.
Aktuelle Informationen zur Veranstaltungsreihe auf https://kirche-muelheim.de/
Hier alle Termine zum Vormerken:
Donnerstag, 5. März 2026, 19.30 Uhr
Dio Mio: Michelle Engel und David Grüntjens
„Wenn Kirche Spaß macht, entsteht ein Ort der Begeisterung“, so heißt es im Untertitel des Buches von Diakonin Michelle Engel und Pfarrer David Grüntjens. 70.000 Follower erleben auf ihrem Instagram-Kanal humorvolle Einblicke in den Gemeindealltag. Dort berichten die beiden als „Frengels“ und „Chef“ aus der @diokirche_krefeld und haben den Mut, Kirche auch mal gegen den Strich zu bürsten.
Montag, 23. März, 19.30 Uhr
Pfarrer Jonas Göbel (Hamburg) „Gott, Kirche, Welt – und ich“
Jonas Goebel ist Pfarrer und Autor aus Hamburg, er betreibt seinen Blog „juhopma.de“ und schreibt und reflektiert darin über „Gott, Kirche, Welt“, und sich selber. In Mülheim berichtet er aus seiner Arbeit und liest aus seinem Buch „Jesus, die Milch ist alle: Meine schräge WG und ich“. Jonas Göbels Bücher erzählen davon, wie es wäre, mit Jesus Tür an Tür zu leben. Zwischen Wäschekorb und Weltgeschehen entsteht ein Zusammenleben voller Fragen, Lacher und ungeahnter Tiefe. Und der Mitbewohner? Zeigt sich unerwartet, ehrlich, nervig, liebevoll und manchmal auch ganz schön unbequem.
Dienstag, 14. April, 19.30 Uhr
Lesung und Gespräch mit Natascha Sagorski, Autorin von „Jede 3. Frau – Geschichten von Schwangerschaften ohne Happy End“. Auf die von Natascha Sagorski initiierte Petition hin verabschiedete der Bundestag 2025 ein Gesetz, das Mutterschutz nach stillen Geburten ermöglicht.
Natascha Sagorski zieht aus ihrem eigenen Schicksal die Motivation, sich für die Rechte von Frauen einzusetzen. In einem Interview berichtet sie: „Kein Politiker wird morgen aufwachen und sagen: Hey, wir müssen uns jetzt für die Rechte von Frauen nach Fehlgeburten einsetzen! (…) Die Gewissheit, dass niemand anderes diese Arbeit für mich übernehmen wird, hat mich zurück zum politischen Engagement geführt und treibt mich an.“ (Interview auf joinpolitics.org)
Donnerstag, 23. April, 19.30 Uhr
Lesung und Gespräch mit Gilda Sahebi, Journalistin und Autorin rund um ihr im September 2025 erschienenes Buch „Verbinden statt spalten: Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung“. Darin erläutert Sahebi „Warum uns mehr eint als trennt“. Sie entlarvt die medial verstärke Erzählung vom sozialen Gegeneinander, die autoritäre Kräfte als Herrschaftsinstrument in die Welt setzen. Beispiele sind die einschlägigen Debatten um Sozialleistungen, Migration, Gendern und Wokeness, Krieg und Frieden sowie Corona. Dabei zeigen Studien immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass. Sahebi zeigt, was man tun kann, um der destruktiven Erzählung keinen Raum im eigenen Leben zu geben.