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Rückblick Koelner Dom
Rückblick

Pfarrwallfahrt 2019 nach Köln


Petrus hatte es gut gemeint mit den Pilgerinnen und Pilgern, als sie am Samstag, 25. Mai 2019 zur Pfarrwallfahrt nach Köln aufbrachen. 53 Männer und Frauen hatten sich angemeldet, um nach der Busfahrt 5 Statios zu erwandern. Zu jeder Statio erfuhren die Teilnehmer etwas zu dem Mahnmal bzw. der Kirche und den Heiligen oder Seligen derer dort gedacht wird. An jeder Statio wurden dann liturgische Bausteine eingebaut, die sich wie ein roter Faden im Stil einer „Wort-Gottes-Feier“ durch die gesamte Wallfahrt hindurchzogen.




Gerresheims Mahnmal


Erste Statio war Bert Gerresheims Mahnmal von der Karmelitin und Glaubenszeugin Edith Stein, die als geborene Jüdin zum Christentum konvertierte und als Glaubenszeugin Opfer des Holocausts wurde. Edith Stein gilt als Brückenbauerin zwischen Juden und Christen. Seit ihrer Heiligsprechung ist sie die Schutzpatronin Europas.





pfarrwallfahrt MG 2019 2Zur zweiten Statio ging es zu St. Ursula. Die Kirche gilt als eine der ältesten in Köln. Der Legende nach soll die Hl. Ursula mit 11(tausend) Jungfrauen von den Hunnen, die seinerzeit die Stadt Köln belagerten, für ihren Glauben das Leben gelassen haben. Sehenswert in St. Ursula ist die sog. „Goldene Kammer“, die im Volksmund auch „Schreckenskammer“ genannt wird. In ihr sind zahlreiche Knochen gelagert, die der Überlieferung nach den 11.000 Jungfrauen zugeschrieben werden. Diese 11(tausend) Jungfrauen haben in Form von 11 Flammen Eingang in das Kölner Stadtwappen gefunden. Die Hl. Ursula gilt heute als reine Legendenfigur ohne historische Existenz.
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In der Basilika St. Andreas, einer der zwölf großen romanischen Kirchen in Köln und dritten Statio, liegt der Universalgelehrte, Philosoph, Jurist, Naturwissenschaftler, Theologe und Bischof Albertus Magnus begraben. Albertus Magnus gilt als Wegbereiter des christlichen Aristotelismus des hohen Mittelalters. Sehenswert in der Kirche sind der sogenannte Makabäerschrein und die von dem Künstler Markus Lüpertz gestalteten Kirchenfenster.
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Höhepunkt dürfte für alle Teilnehmer der Besuch der „Hohen Domkirche St. Petrus“ gewesen sein, wie der Kölner Dom offiziell genannt wird. Der Dom als die absolute Sehenswürdigkeit in Deutschland mit 7 – 8 Millionen Besuchern im Jahr verfehlte seinen Eindruck nicht. Die Teilnahme am Angelusgebet und die Mittagsprozession zum Dreikönigsschrein, das imposante Kirchengebäude, das „Richter-Fenster“ und, und, und ... werden allen in Erinnerung bleiben. Allein die Zahlen, die der Dom schreibt sind atemberaubend: Westfassade mit beiden Türmen = 7.100 qm, Bleiplatten als Dachdeckung = ca. 600 Tonnen, verbaute Steinmenge 300.000 Tonnen, Höhe = 157,38 mtr.; UNESCO-Weltkulturerbe; dritthöchstes Kirchengebäude und zeitweise das höchste Gebäude der Welt. Wer den Kölner Dom besucht, kommt an Superlativen nicht vorbei.

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Die 5. Und letzte Statio führte die Teilnehmer in die Kirche St. Mariae Empfängnis, besser bekannt als Minoritenkirche. Sie wurde im 13./14. Jahrhundert als Bettelordenkirche, also in schlichter Form errichtet. Seine letzte Ruhestätte in der Minoritenkirche gefunden hat der Gründer des Kolpingwerks, der 1991 selig gesprochene Adolf Kolping.
Erfreulich war zu beobachten, dass die Teilnehmer während der gesamten Pfarrwallfahrt über die Gemeindegrenzen hinweg Gespräche geführt und damit Vorurteile abgebaut haben. Sie haben damit mehr für das Zusammenwachsen und den Zusammenhalt der Pfarrei getan, als das jemals von oben her hätte verordnet werden können.